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Samstag, 04. April 2009

sich selbst genügen

obwohl doch mittlerweile routiniert im nicht schlafen, vor allem im nichtdurchschlafen, überrasche ich mich doch jede nacht aufs neue mit einem ersten aufwachen ein bis zwei stunden nach dem einschlafen. gerade vergangene nacht zog sich doch über die maßen in die länge. gut, dass jetzt wieder aufgestanden werden darf. tagesplanung wurde zwischen zwei und vier mehrmals verworfen und neu durchdacht. jetzt zu müde um noch entscheidungen treffen zu können.

# | FrauJulie am 04.04.2009 | 2 Comments (1301)  | 0 TB | bericht zur lage

Freitag, 19. Dezember 2008

kurzfristig

kurz nach elf uhr am vormittag festgestellt, dass der kinderausweis von kind I seine gültigkeit im sommer eingestellt hat. mehrfach am callcenter des bezirksamtes gescheitert. zum rathaus gesprintet. verlängerung leider ausgeschlossen, aber ich könne noch bis 13.00 uhr (wir hatten kurz vor 12.00 uhr) mit dem kind und biomnetrischen passbildern... dann könne ich den neuen reisepass auch gleich mitnehmen.

schwierig. kind I irgendwo zwischen schule und wohnung, der mitbewohner aufgrund neu entdeckter technologiefeindlichkeit nicht zu erreichen. vom rathaus zurück wohnung. laufschritt. auf dem spiel steht ein unbegleitet rückflug am 02. januar.

stimmung so lala, kleidung durchgeschwitzt. auf mein klingeln reagiert man nicht. ins vierte obergeschoss gerannt, kind I unmittelbar in jacke und mütze gesteckt. ein gebet gesprochen, der optiker, der auch passbilder anfertigt, möge nicht in der mittagspause sein. gebet wurde erhört.

12.23 h mit vier formschönen passbildern (kind I ohne brille) weiter zum rathaus gesprintet. nummer gezogen, 39 fröhliche menschen vor uns. kind I die brille abgenommen, um sinnlose diskussionen über nicht entspiegelte brillen gläser und die unmöglichkeit eines ordentlichen passbildes mit brille zu vermeiden.
13.30 uhr, wir sind im besitz eines neuen reisepasse. bin erschöpft. kind I trink mehrere liter limonade.

reisetaschen sind gepackt. evtl. wird uns um 07.00 am frühen samstag ein taxi abholen. kind II packt illegale unterhaltungsprodukte in den rucksack. da die devise so wenig wie möglich lautet, wird kontrolliert und wieder ausgepackt. kind II ist mäßiger laune, kind I flucht und heult. stimmung erreicht mehrerer höhepunkte. mitbewohner reinigt die wohnung, trotz technologiefeindlichkeit mit einem staubsauer.

im hintergrund singt sehr traurig sigur rós.

mit relativer sicherheit werde ich etwas entscheidendes vergessen. die frage ist was. ich käme genau jetzt gerne darauf.

# | FrauJulie am 19.12.2008 | 3 Comments (1235)  | 0 TB | bericht zur lage

Sonntag, 07. Dezember 2008

freude am lernen

kind I würde sicher kein wort über die freude am lernen verlieren. die aktuelle übung heißt diktat, englisch wird folgen. ich würde in diesem zusammenhang von hass und sanftem angekotzt sein sprechen. die dämlichkeit der situation raubt sowohl ihr als auch mir den letzten nerv.

kind II hat sich aus gründen ins badezimmer zurückgezogen. sicher nicht, um sich die zähne zu putzen. auch das ein quell täglicher und steter freude.

kind I kündigt an, mich nicht bei der entfernung eines abc-pflasters unterstützen zu wollen. insgesamt ist das in beiderseitigem interesse.

# | FrauJulie am 07.12.2008 | 0 Comments (1258)  | 0 TB | bericht zur lage

Freitag, 31. Oktober 2008

erfolgserlebnis

laufladen ohne demütigungen von seiten des verkaufspersonals verlassen. dafür gerne mittelschweren geldbetrag bezahlt.

# | FrauJulie am 31.10.2008 | 0 Comments (901)  | 0 TB | bericht zur lage

Sonntag, 28. September 2008

lernen und verstehen

heute wurde mir die bedeutung des begriffes "enervierend" schmerzlich vor augen geführt. mein sitznachbar, nennen wir ihn aus gründen der vereinfachung "die dumme sau", stank nicht nur sondern kaute auch, nein knackte gleichsam seine fingernägel. liebevoll, detailverliebt und der eine oder andere weiß vielleicht, wieviele finger eine dumme sau so haben kann. es sind nicht wenige. nachzählen wollte ich nicht, das wäre einem anstarren gleichgekommen und wer will das schon. während er dies tat, telefonierte er. laut. die dumme sau. der zug war zeitlich nicht ganz im plan (kind I und kind II erwarteten mich pünktlich zum vorlesen). die stimmung schwankte, dann kippte sie so sehr, dass ich bereits ein ziehen in der nierengegend verspüren konnte. die dumme sau verließ mich in hannover, was auf eine art ein glück gewesen sein könnte.

# | FrauJulie am 28.09.2008 | 4 Comments (948)  | 0 TB | bericht zur lage

Mittwoch, 17. September 2008

entspannen

sie sind da. die handwerker. die fensteraustauschhölle hat begonnen. die abdeckung der möbel besteht aus stofflümpchen. insgesamt ist meine atmung aber ruhig und kontrolliert. der mitbewohner kocht tee, um einer fortschreitenden infektion die in mir stattfindet entgegenzuwirken. das ziel ist es, mindestens 4 liter flüssigkeit in mich hineinzubekommen.
wenn man auf eine art so wäre, man gönnte den nachbarn den lärm.

# | FrauJulie am 17.09.2008 | 1 Comments (815)  | 0 TB | bericht zur lage

Samstag, 23. August 2008

strategie-meeting

neues schuljahr, neuer stundenplan. eine solala ca. fassung wurde dem mitbewohner zugespielt. aus diesem grund ludt eben jener mitbewohner zum spontanen strategie-meeting. wann ißt wer wo und wie kommt wer wann nachhause und vor allem wird kind II all das und vor allem letzteres auch alleine tun. unsere köpfe wackeln immer noch bedenklich hin und her. drei stunden später wissen wir immer noch nicht viel mehr als vorher. die stimmung ist gespannt aber gut. größere anfeindungen konnten bisher umschifft werden, was aber nichts heißen muss. verträge wurden vorläufig ausgefüllt müssen aber bis zu endgültigen unterschriftsreife liegen bleiben. bis montage oder auch länger.
kind I und kind II mussten dabei mehrfach sehr deutlich aus den verhandlungsräumen verwiesen werden. aktionsangeboten wurden jeweils entschieden, insbesondere von einem mehr als unkooperativen kind II mit einem "nö, dann mal (spiel etc.) ich halt gar nix" zurückgewiesen. ankleiden und rudimentärste körperpflege wurden nur nach eindeutiger anweisung und mehrfach kontrolle durchgeführt.

derart vom vormittag erschöpft ist das zubereiten einer warmen malzeit bzw. das warten darauf, für den mitbewohner nicht mehr möglich. ob und wie anderweitig für eine adäquate nahrungsaufnahme gesorgt werden kann ist unklar.

den nachbarn hat man in den letzten wochen den rest an hirnsubstanz herausgenommen. der tages- und nachtrhythmus ist gleichermaßen aufgelöst. im zustand der wachheit aber sind die menschen immer laut, gerne auch singend und immer viele. und das unbedingt immer in dem raum, der nur durch ein nichts von wand von meinem kopfkissen entfernt ist. ausserdem wird, wenn wach, immer geduscht, gefönt und geschirr gespült. auch irgendwann zwischen 1.30 h und 5.00 h. unmöglich ist der handy-weckfunktion... ahhh, hallo, da seid ihr ja. das ist ein gutes zeichen, wachheit bei tageslicht, das erhöht die chancen auf ein relatives nachtschlafzeitfenster.

nachtschlaf ist für mich aber sowieso nicht mehr vorgesehen. zeit der aufwallenden panik seit ca. vorgestern.

# | FrauJulie am 23.08.2008 | 0 Comments (850)  | 0 TB | bericht zur lage

Donnerstag, 31. Juli 2008

.

die romantik des sich gemeinsam in eine grube einbetonieren lassens hat sich mir, am ende eines sehr langen filmes, nicht erschlossen. warum nur davor sehr viel geschichte des sich findens und dann doch wieder nicht und dann doch wieder... ein grab aus kühlem beton!? sollte mir entgangen sein, dass beide die farbe grau mögen? ausschließen kann ich das nicht.

darauf ein glas warmes mineralwasser.

nachtrag: kind I und kind II wurden zwischenzeitlich lebend gesichtet (nicht von mir). man versichert mir glaubhaft, es gingen ihnen gut.

# | FrauJulie am 31.07.2008 | 6 Comments (978)  | 0 TB | bericht zur lage

Samstag, 26. Juli 2008

addition

in den vergangenen 10 tagen 26 stunden in zügen verbracht. die gestrigen vier neben einem profilneurotischen jungmanager, der sich nach 1,5 stunden nicht mehr mit seinem bier beschäftigen konnte. seine versuche, meine zeitungen gemeinsam mit mir zu lesen, waren halb gut.

kind I und kind II sind auf einem ponyhof in niederbayern verschollen. die befreundete verwandtschaft erwartet heute ein lebenszeichen zu erhalten.
vermutlich wird kind II mehrer kleintiere vom hof entführt haben und versuchen, sie in diversen taschen ausser landes zu schaffen. die befreundete verwandtschaft ist dazu angehalten, alle gepäckstücke genauestens zu untersuchen.

# | FrauJulie am 26.07.2008 | 0 Comments (931)  | 0 TB | bericht zur lage

Samstag, 05. Juli 2008

resignation

scheitern erkennen und eingestehen, verhilft nicht zu größe oder sonstigem. scheitern ist versagen, ist scheitern. je nun, kind I wird zu einem passenden geburtstagsgeschenk kommen. vermutlich. auch wenn die zeit gegen mich arbeitet.

# | FrauJulie am 05.07.2008 | 0 Comments (933)  | 0 TB | bericht zur lage

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