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Gestern die Hälfte meiner inneren Organe dem Kieferorthopäden von Kind I zur weiteren, freien Verfügung überschrieben (der Rest musste in weiser Voraussicht für Kind II aufgespart werden). Zur baldigen Lebendentnahme muss ich mich ab sofort jederzeit bereit halten. Dreimalige nicht Auffindbarkeit meiner Person führt zum sofortigen, lebenslangen Abbruch der Behandlung. Kind I sieht derzeit mit Freuden dem Ziehen zweier Zähne entgegen, um allgemein ein wenig Platz zu schaffen. Zähne mit 90° Drehung sind auf Dauer schwierig zu reinigen.
Heute lange über das nicht ganz unwichtige Thema Paar-Bilder und auch Pärchenfotos nachgedacht.
Ab welchem Stadium einer Beziehung (zeitlich und qualitativ) sollte man zwingend im Besitz eben solcher sein? Was sagt es über Menschen aus, wenn eben jene nicht existieren? Ist ihre Nichtexistenz gleichsam einer Ehegelöbnisverweigerung gleichzusetzen? Ergo ein fadenscheiniges "Hintertürchen", um die Pärchenbildung jederzeit verleugnen zu können, da kein Zeugnis über sie für die Nachwelt festgehalten wurde? Gab es die Beziehung dann vielleicht gar nicht? Bilden wir uns alles nur ein? Und wenn ja, was nicht? Versteht mich irgendjemand?
Ratlos und erschöpft abgebrochen.
Bin für Hilfe dankbar!
Das Wichtigste am Ausflug sind die Stullen
oder
Summa summarum gestern
Am Vormittag, als es ganz genau Zeit war für eine weitere Tasse frischen Kaffees, Freundin S. hatte mir telefonisch gerade mitgeteilt, dass sie während meines Aufenthaltes in der alten Heimat nicht vor Ort sei, bekam ich Besuch von einer Hornisse. D.h. die Hornisse war schon da, ich betrat nach ihr die Küche. Neuem gegenüber wie immer nicht aufgeschlossen, bat ich sie zu gehen. Sie startet mit ihrem dicken Körper in meine Richtung. Freundin S. wollte helfen und sagte zweierlei: Hornissen seien auch nicht wirklich sehr viel aggressiver als Wespen und dass die Geschichte mit den drei Hornissenstichen und dem Tod eines Pferdes könnte vermutlich ein Ammenmärchen sein. Ich erinnerte mich spontan an eine Auseinandersetzung Menschen gegen Hornisse in München von vor einem Jahr (mitten in der Nacht), damals war ich als Sieger zurück auf meine Lager gewankt. Durch ein geschickt eingefädeltes Täuschungsmanöver gelang es mir die Hornisse unter einem Glas festzusetzen. Sollte doch der Mitbewohner sehen, ob er etwas mit ihr anzufangen wüsste.
Das Tier verließ uns eine Stunde später selbständig fliegend über den Balkon.
Anbaden am Strandbad Plötzensee. Betreiber scheint gewechselt zu haben, es wurde „Viel Spaß!“ gewünscht. War vielleicht als Provokation gemeint. Irgendwo zwischen Wedding und Moabit muss das nun wirklich nicht sein.
In den ersten 2 Stunden die nicht immer ganz einfache Auseinandersetzung mit dem Anblick von Menschen in Badekleidung. Fazit des Mitbewohners, der sich zum Schutz vor schwarzem Hautkrebs ergonomisch in die mitgebrachte Strandmuschel geschmiegt hatte (deren minutenschneller Aufbau von mir gerettet wurde, nachdem der Mitbewohner etwas von gekreuzten Stangen die irgendwo eingeführt werden müssten gestammelt hatte): es gibt auffallend viel mehr dicke Männer mit Bauch (würden im Folgenden nur noch Kasten mit Bauch genannt, wenn es dazu mehr zu sagen gäbe), als Frauen.
Der Strandwächter sah nicht so aus, als ob er schwimmen könnte, trug aber eine sehr coole Sonnenbrille.
Mücken, liebe Tierfreunde, lieben mich sehr. An dieser Stelle sei selbstkritisch angemerkt: auch blaue Flecken (symmetrisch im Bereich der Oberschenkel angeordnet, durch das Tragen einer vollen Apfelsaftkiste von eigener Hand zugefügt) und Mückenstiche können meine Beine nicht mehr entstellen. Deshalb, ihr Mücken, kommt auch weiterhin alle zu mir. Ich hasse euch nicht, ich töte euch nur.
Gerade fiel mir ein, was ich seit Tagen schmerzlich vermisse. Ein Getränk aus der Gerolsteiner Sommer Collection, das ich zur Gänze bei allen mir zur Verfügung stehenden „Ihr Platz“ aufgekauft habe. Limone Minze oder Minze Limone. Ein Getränk, das einen in „Spaß ist was ihr draus macht“ euphorisch, rauschähnliche Zustände versetzt. Ich werde mich morgen auf die Suche machen. Oder Übermorgen.
Oft lautet Rohdes Behandlungsvorschlag an seine Patienten deshalb: nichts machen! Einfach die Haut in Ruhe lassen. Schluss mit den Cortisonsalben, den Feuchttüchern, dem häufigen Duschen, Baden oder gar den Sitzbädern. „Wenn all diese Maßnahmen dann unterlassen werden und der After nur mit etwas Vaseline auf einem weichen und trockenen WC-Papier gereinigt wird, dann erholt sich die Haut oft“, hat Rohde beobachtet.
Zum tieferen Einstieg ins Thema: Henning Rohde. Lehratlas der Proktologie. Thieme 2006
Vieler Kinder Hände ist des kleinen Frosches Tod.
... auch wenn ich bisher nicht verstanden habe, warum Menschen es tun und irritierenderweise auch selbst Betroffene bin, schrieb ich übers Heiraten.
Heute Nacht lange mit der Mücke gesprochen, die mich in der vorangegangenen Nacht mehrmals erfolgreich massiv angegriffen hat. Und wie so oft stand am Ende die Erkenntnis: Reden hilft oft nicht. Und letztlich war, auch wenn wir beide nicht besonders groß sind, nur Platz für eine im Zimmer. Mir bleibt temporär ein Blumenkohlohr, für sie blieb nur der Tod und trotzdem war es mein Blut, das ich von der Wand wischen musste. So haben wir beide das Beste von uns gegeben.
Ich könnte mich jetzt von einem Zeitungsstapel erschlagen lassen. Keine 3 Meter von meinem aktuellen Standort entfernt. Es wäre nur ein ganz kleiner Schritt für mich und vielleicht ein großer für die Menschheit. Solange ich diesbezüglich aber nicht sicher sein kann, warte ich ab.
Gestern beim Öffnen einer Zugtüre von mehreren Erkenntnissen anfallsartig überrollt worden. Im Anschluss daran fiel mir nicht einmal mehr auf, dass ich 37 Minuten auf die U-Bahn die hier eine Stadtbahn ist warten musste.
Der Tag könnte jetzt beendet werden, da er mit Kopfschmerzen und geschwollenen Augen begann. Es ist ja ein ganz klares Zeichen des Alters und sicher verrate ich ihnen da nichts ganz neues, wenn die Tränensäcke, trotz teurer Pflegeprodukte aus der Weltraumforschung inkl. humangenetisch erzeugter Bestandteile im Laufe eines Vormittages einfach nicht mehr verschwinden wollen. Wir sollten an dieser Stelle beizeiten einmal über Botox sprechen.
Es sind ja nicht nur diese einen mittelschwer versoffen wirken lassenden Schwellungen unter den Augen. Das bedenkliche Knacken der Wirbel im Nacken. Die Sorge einfach so eine Bandscheibe für immer zu verlieren wenn man sich falsch bzw. überhaupt bewegt. Einfach mal darüber nachdenken.
Apropos Erkenntnisse. Vorgestern war ich am frühen Abend in einem Park. Zum Schutz gegen Naturgeräusche und Tierlaute trug ich ein Musikabspielgerät bei mir. Der friedliche Einklang von Mensch (mir) und Musik wurde durch das tiefe, kehlige Bellen eines Hundes gestört, dessen klang auf einen sehr großen Brustkorb schließen ließ und damit auf ein nicht ganz kleines Tier (kein x für ein u liebe Naturburschen). Freilaufende Hunde in öffentlichen Grünanlagen können so eine Sache sein. Links von mir sehr hohes Gras das von mir fortan sprungbereit beobachtet wurde (in Erwartung umknickender Halme... gut, dass ich mich mit Jurassic Park auf die Situation vorbereiten konnte). Das Bellen war im weiteren Verlauf des Abends wiederholt zu hören, ein passendes Tier war aber nicht zu identifizieren.
Seit ich gestern Abend in der Stadt-U-Bahn fuhr weiß ich auch warum. Der Hund ist in meinem Musikabspielgerät und bellt nur in meinem Kopf.
Im Übrigen steht Robbie Williams gerade sowohl vor als auch neben mir.
Einen sommerfrischen Tag für uns und fast alle!
Heute Nacht kleine Wäschestraßen gelegt und verderbliche, organische Lebensmittel zur Verwesung an schwer zugängliche Orte verteilt. Zur raschen Madenbildung wären etwas höhere Temperaturen hilfreich. Sollte aber auch so gehen.
Vom Keller bis in die 1. Etage vorgedrungen.
Bilde kleine Häufchen, die das Auge des Betrachters noch nicht stören. Ihr stetiges Anwachsen wird erst auffallen, wenn es zu spät ist. Kleine Geschenke tragen zur Verwirrung bei.