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Im Nachbarhof, nur einen Maschendrahtzaun entfernt, werden Wände gestrichen. Wochenenddienst. Geht doch heim. Zitronengelb, das muss doch nicht sein. Kind I und Kind II versuchen das Fachpersonal zum Absturz zu bringen.
Erst hat man das Haus sympathisch entmietet und dann Wohnungen verkauft. Es bleibt zu vermuten, dass der Innenhof gestrichen wird, um den Wert des Hauses auf eine Art zu steigern. Auf eine Art rührend und niedlich. Streicht ihr nur, es wird euch nichts nützen. Um das nachhaltig zu erreichen werden die Bäder sicher mit Marmor ausgeschlagen werden müssen und goldene Armaturen angebracht. Wer oder was kauft sich eine Wohnung in Moabit, fragt man sich während man versonnen im löslichen Kaffee rührt und wenn schon streichen, dann den Hof der Konkurrenz. Aber die jungen Menschen, die schnell Geld verdienen müssen, haben heute keine Zeit mehr um gründlich nachzudenken. Was interessiert mich die eigenen Hauswand, wenn mein Auge beim Blick aus dem Fenster schlammgrau und die gestörten Mieter-Assis von Gegenüber sehen muss. Hätte sich einfach einmal jemand ins 4.OG bemüht und gefragt, ich hätte gerne geholfen.
In der zart knospenden Birke (die Haut von Kind II knospt auch und die Augen sind rau, die Nase ist eine Zierde ohne jede sinnvolle Funktion) kuscheln unterdessen Herr und Frau Taube. Der Mitbewohner wollte die Beiden in den letzten kalten Tagen sehr gerne retten und so riefen wir spontan das Jahr des passiven Tierfreundes aus.
Zeit der wiederkehrenden und nimmer gehenden grippalen Infekte. Der Mittelohrentzündungen mit Trommelfellruptur und unkontrollierten Schleimproduktion. (Kind I verstört am Telefon: Ich war gerade auf dem Weg zur Toilette *Kind hustet produktiv* und habe mich an meinen eigenen Haaren erschrocken. Ich dachte da wäre ein Monster. Wann kommst du? – Gleich – Wann genau gleich? – 15 Minuten – Wenn ich den Schleim durch die Nase nach oben ziehe kommt er im Mund wieder heraus – Das ist richtig – Wann kommst du? – In 15 Minuten – Das kann nicht sein – Entschuldige. In 13 Minuten - OK, wir können dann gleich einmal Schluss machen, aber erst wenn ich sage, wir können aufhören – Alles klar – Ja dann jetzt ...) Am Tage möchte man Mundschutz tragen und allen von weitem zurufen, fass hier nichts an und vor allem nicht mich. Gläser werden gekennzeichnet oder entsorgt. Getränke werden Literweise ausgeschenkt. Seife und warmes Wasser wurden selten häufiger eingesetzt. (Kind II im Schneidersitz strickend vor einem Heizkörper, nach stundenlangen Monologen aufklärerischen Inhaltes abrupter Themenwechsel: Fahren wir an Ostern weg? – Nein – Wir müssen aber weg fahren – Warum? – Weil sonst der Osterhase nicht kommen kann – Warum sollte er hier nicht kommen können? – Weil hier eine Türe ist, da kann er doch nicht rein - der Blick der über die Brille der in Richtung meines Rückens geworfen wird ist verächtlich, was für eine dumme Idiotin sitzt da auf einem Stuhl vor ihr am Tisch – Kind I bemüht sich hustend und schnaufend dazu, Frau J. legt Schutzanzug und Atemmaske an – Natürlich kann er kommen, er kann ja eine Tüte an die Türe hängen)
- geburten
- stricken in us-serien und -filmen
Ich bin ein engagierter Vater, soweit meine Zeit das zulässt
...Frauen, lobt Richter, seien »in die von Männern beherrschte Welt eingedrungen«. Nun sei es an den Männern, sich endlich zu ihren weiblichen Anteilen zu bekennen, »ganze Menschen zu werden«. Oder kürzer: Die Revolution der Frauen hat einiges erreicht, nun ist es an den Männern, mit der ihren zu beginnen.
*
Sie hat das Gefühl, sogar beim Wetterbericht im Fernsehen komme der Osten schlecht weg.
*
Das Problem ist, man kann nicht leben in einem Sinatra-Song. Keine Sau kann leben in einem Sinatra-Song, nicht mal Sinatra.
*
Murphy: Aber ich konnte die Schüchternheit durch das Gitarrespielen kompensieren. Ich war der Einzige, der am Lagerfeuer auf der Gitarre ein paar Songs spielen konnte.
Sigl: Ja, Gitarrespielen ist schön. Ein probates Mittel.
Murphy: Sehr probat. Du kannst den Mädels die Knie weich singen. Du brichst sie sozusagen auf 1,60 Meter herunter.
Der Plan alle ins Deutsche übersetzte Ian Rankin Komissar Rebus Bände von eins bis fünfzehn in exakter chronologischer Reihenfolge innerhalb von 8 Wochen zu lesen zeigt erste Folgeerscheinungen. Da der Alkohol- und Zigarrettenkonsum nicht in dem Maße zu reproduzieren ist wie es erforderlich wäre, wollte man sich am literarischen Vorbild zu orientieren (Kopfschmerzen habe ich auch ohne Zuführung von Zellgiften, vielleicht sogar stärker und anhaltender), adaptiere ich die Zufuhr von Scherzmitteln und löslichem Kaffee. So wurde gerade beim Polieren der Siebhalter-Espressomaschine einfach eine gute Tasse Instantkaffee gebrüht.
Unser luzider Freund Don teilt mit uns Erkenntnisse aus höheren Welten. Dabei hat er erkannt, dass ich unter Anpassungsstörungen leide. Zeit darüber zu sprechen und in einer Öffnungsgeste zu teilen und zwar alles. Natürlich bin auch ich nur auf der Durchreise in eine andere und vor allem noch schönere Dimension.
Stufen des Seienden:
(1) Sie kommen mit einem Gefühl der Erhabenheit auf die Welt.
Ich kam und ich blieb in eben diesem Zustand.
(2) Sie wissen, „wer sie sind“ und stellen dieses hohe Selbstwertgefühl auch nach außen dar.
An guten Tagen erkenne ich mich wieder.
(3) Sie haben Schwierigkeiten mit absoluten Autoritäten.
Liebe wäre ein zu großes Wort, aber ich komme oft sehr gut mit mir zurecht, sonst wäre es auch sehr einsam da draußen für mich.
(4) Sie machen keine Dinge, die ihnen sinnlos oder unverständlich erscheinen.
Wo ich bin, ist des Sinnes Heimat.
(5) Gegenüber ritualisierten Systemen, die keine Kreativität erlauben, entwickeln sie Frustrationen.
Frustration. Das muss nicht sein. Macht kaputt, was euch kaputt macht. Freunde.
(6) Sie gelten als Querdenker, da sie zu Hause und in der Schule oft Wege entdecken, Dinge und Vorgänge besser zu erledigen.
Ich entdecke nicht nur Wege, ich verirre mich auch.
(7) Sie wirken dissozial, wenn sie nicht mit anderen ihrer Art zusammen sind; dann reagieren sie introvertiert und fühlen sich unverstanden. Die Schule ist aus diesem Grund sehr schwierig für sie auszuhalten.
Ich wirke nur noch selten dissozial auf Dritte. Wesentliche Teile des Zeuges um mich herum haben erkannt, dass ich es bin und leben damit.
(8) Sie reagieren nicht auf Disziplinierungsversuche von Erwachsenen, die auf der Erzeugung von Schuldgefühlen basieren.
Kind I und Kind II meine kleinen Indigo-Klone und ich treiben nahezu einsam in einem Paralleluniversum aus Liebe und Licht.
(9) Sie zeigen Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.
Wer von ihnen da draußen kennt ein "Flöt"?
(10) Sie haben einen hohen Intelligenzquotienten, eine schnelle Auffassungsgabe und gehen mit neuen Technologien selbstverständlich um.
Richtig
(11) Sie sind hypersensibel gegenüber chemischen Stoffen, beispielsweise in der Nahrung.
Aufgrund von mir entwickelten, ausgeklügelten, gentechnischen Verfahren wurden alle Überempfindlichkeiten gegenüber weltlich-stofflichem während eines einmaligen Lichtchanneling-Vorganges an Kind II abgegeben.
(12) Sie haben den besten Musikgeschmack und wissen immer, was man gerade hören muss.
Ich singe auch gerne und laut.
(13) Sie machen kein Gewese wegen einer halben Tasse Blut
Warum sollte ich, es ist ja nicht meins.
(14) Wenn Sie krank sind, ist es allerdings immer eine seltene, höchst komplizierte Krankheit, die sie alleine mit der Kraft ihrer Gedanken besiegen.
Die letzten Energieknoten die sich meines Gehirnes bemächtigt haben sind gerade ganz aktuell im Stadium der Auflösung.
(15) Sie verdienen zu wenig Geld für das, was sie täglich an unfassbar wichtigen Dingen verfassen.
Das von mir verfasste ist mit bloßem Auge noch nicht einmal sichtbar und solange wir nur in materiellen Kategorien denken, wird eine lange Zeit der innere Emigration und Dürre folgen
... seine Majestät der Schmerz war in ihren Körper (Hirn) gefahren.
Nachdem heiter gelassen in unser aller Herzen der Weltfrauentag begangen wurde, kehren Ruhe, Frieden und rührige Geschäftigkeit wieder ein. Und nach alt bekannter Weise wird der Ton ein wenig rauer. Brüder, Schwestern, andere: wer das nicht verkraften kann, hat ein bisschen weiter oben ganz sicher nichts verloren. Wäre das denn nicht auch noch schöner.
Auf keinen Fall einen Hauch von guten Sitten und einen minimalst zivilisierten Tonfall wahren. Immer alles hinaus in die Welt und das Universum senden, was im Bereich der Prostata zu bedenklichen Wucherungen führen könnte. Da kommt es her und dahin geht es zurück.
Wo nur ist der Vorwurf zu lesen (gut wenn man nicht verzweifelt fragt, weil wissen möchte man es auf keinen Fall), ein Mann hätte ein abhängig beschäftigtes Arbeitsverhältnis erhalten, ausschließlich aufgrund seines ausgesprochen wohlgeformten und überdurchschnittlich dicken, großen und evtl. auch schweren primären Geschlechtsorganes? Bewegen wir uns im Bereich der Gnade aufgrund physischer Benachteiligung, d.h. keine Witze über Behinderte? Die Frage der Schönheit des Geschlechtes an sich mag aber im Auge des Betrachters liegen. Könnte es überhaupt als Vorwurf gelten oder muss nicht konstatiert werden, wenn die Anatomie so gnädig (quantitativ) mit einem verfahren ist, dass Mann es verdient hat, das Beste und zwar immer und alles?
Wenn der, man mag es hoffen, Krampfadern befreite Hoden voll funktionstüchtig wäre, könnte man alle Inhalte, der Schönheit der Worte wegen, im sichtbaren Bereich schwarz auf weiß lesen. Sonst sollte man in den Keller gehen und seine Emotionen einfach 30 Minuten gegen die schimmelfeuchte Wand brüllen.
grossartige, herrliche, luftleere weiten.
gerade jetzt wäre der richtige zeitpunkt, um irgendjemandem sehr weh zu tun.
kniescheibe(n) heraustreten o.ä.
wahlweise auch sich selbst.
könnte mit einem messer leichter gehen.
am morgen nach schlafloser nacht eines ganz klar erkannt, dass ich physisch nie mehr in der lage sein würde das bett zu verlassen. heute nicht und auch sonst nie wieder. dann eine erscheinung gehabt und sofort ging es wieder.
seit einigen tagen versuche ich das mantra "ich bin ein baum" erfolgreich div. menschen zu vermitteln. nicht in dem sinne ich sei ein baum und sie sollten es endlich einsehen, sondern sie seien eben jenes verholzte pflänzlein. ich rufe also an und frage: was bist du? und wenn es endlich verstanden worden ist, kommt die antwort in der früh gegen 2.38h flüssig und ohne pause. dann kann auch ich endlich wieder schlafen weil ich (wieder einmal) helfen konnte. ich danke mir.
Kind II singt Trinklieder und küßt mir die Hände, weil eine von mir vollständig aufgetrennte Strickarbeit wieder rekonstruiert wurde, dazu hören wir Hexe Lillifee Musik.
Kind II singt weiter und liegt von Liebe und Dankbarkeit beseelt mittlerweile fast auf der Tastatur des Computers. Kind I strickt auch.
Manchmal muss Kind II seufzen, weil die Brille verlegt ist und ungemach von der Frau droht, der gerade noch die Hände geküßt worden sind.
Kind II: "Guck mal, meine Hand, wieviele Finger sehe ich? Fünf. Na siehst du, ich brauche die Brille gar nicht."
Da gehen Kind II wieder ein paar Maschen verloren. Der Entscheidung einer einzelnen Person sei Dank, wird nun die Brille gesucht und unter stöhnen die Handarbeit erneut aufgegenommen.
Kind I erträgt die Spannung im Raum nicht länger und geht.
Kind II kommuniziert mittlerweile mit Nadeln und Faden.
"Haha, du willst wohl abhauen. Aber du hast keine Chance. Ich kann dich wieder auffangen... heute Abend werde ich ein kleines Füßebad machen und am meisten mag ich, wenn man mir dann Wickel um die Füße machen würde ... ich bin ja kein baby mehr, deshalb pinkel ich ja nicht mehr ins Bett ... von der Musik werde ich nur traurig ... und dann wird mein Traum wahr ... sieht schön aus finde ich ... ich mache jetzt gleich wieder eine Pause ... kann Pippi Langstrumpf auch stricken ... na zum Glück ..."