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30. Juni 2006

Schöngeist 09

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Schon wieder sind drei Monate ins Land gezogen. Seit heute nagelneu und formschön wie eh und jeh, fast überall erhältlich, Schöngeist Ausgabe 9, Rahmenthema: Tanz. Zu meiner großen Freude, konnten wir Herrn Paulsen für eine neue, regelmäßige Kolumne gewinnen, die er ab sofort mit Text und Bild ausstatten wird.

#| FrauJulie on 30. Juni 2006, 14:06 | 10 Comments (1727) | | 0 TB | käuflich



27. Juni 2006

Tiernamen

Kaum ist man ein paar Tage weg, steigen die Temperaturen und die Mitmenschen, mit denen man die bescheidene Behausung teilt, werden sonderbar. Kind I sagt Sätze wie: „Sein Gesicht war von Narben völlig entstellt“ und starrt dabei finster vor sich hin.
Kind II durchwühlt meine spärlich Habe und flüstert: „krieg ich das, wenn du tot bist?“

Frau Sopran und ihrem umfangreichen Buchpaket sei dank, kann nunmehr der Bachmannpreis nachbereitet werden. Mein erster Griff, Silvio Huonders Übungsheft der Liebe klein und handlich im Gebrauch. Mein fast nicht vorhandenes Herz schlägt, wenn überhaupt, durchaus für die, die nicht gewonnen haben. Aber schon auf Seite 13 zeichnet sich ab, dass das Buch und ich keine Freunde werden. Der Vergleich primärer, männlicher Geschlechtsorgane mit Tieren, ich möchte sagen, schwierig. Gut überlegen, nicht jedes Tier ist gleich geeignet. Das Bild eines aufgeregten Aales, der auf Seite 14 in die Muschel dirigiert wird, sich auf Seite 19 schon wieder in der Hose regt und auf Seite 20 sowohl windet und dergleichen Dinge mehr tut, unschön. Der Vielfalt wegen hätte man den Aal auch hin und wieder zum Lurch machen können, aber vielleicht ist die monothematische Herangehensweise gewollt, ganz sicher sogar, das kann ja kein Zufall sein. Der Aal und ich, wir kommen nicht zusammen.

#| FrauJulie on 27. Juni 2006, 17:06 | 4 Comments (1788) | | 0 TB | bekenntnisse



25. Juni 2006

Auto fahren

Der Taxifahrer hört nicht nur auf gehörschädigende Weise Albano und Romina Power, er singt auch voll Emphase mit. Dazu trägt er gegeltes oder stark fettiges Haar und ein Markensonnenbrillenimitat. Die Zähne sind schlecht und golden. Zwischendurch versucht er sich brüllend mit mir zu unterhalten und erklärt mit detailliert, wann die Schalter der einzelnen Airlines am Flughafen Klagenfurt schließen. Außerdem beharrt er so lange darauf, dass ich es eilig haben müsse, bis ich ihm zustimme und er und Albano und Romina geben richtig Gas. Beim Aussteigen macht er schwerhörigen Witze, die ich aber leider nicht verstehe.

In Berlin gibt es Menschen, Spezialisten, die mit den Zugbeleitern, Fachgespräche über Zugfahrpläne und Art und Beschaffenheit des Gleisbettes führen. Diese kleine Fachsimpelei wäre fast in einen Streit ausgeartet, wenn der Berliner nicht mit seinem halben Regal, dass er mit sich führte (ausserdem trug er zwei lange Hosen übereinander und dicke Wollsocken mit fast ganz ohne Ferse), hätte aussteigen müssen.

#| FrauJulie on 25. Juni 2006, 22:06 | 0 Comments (1767) | | 0 TB | jenseitskontakte



24. Juni 2006

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Bibliophile Kleinauflagen.

#| FrauJulie on 24. Juni 2006, 11:06 | 0 Comments (1549) | | 0 TB | listenandrepeat



Spitzenleistungen

Der Sohn meiner Zimmerwirtin ist 15-facher Kunstflug-Modellflugzeug Weltmeister (oder so ähnlich).

#| FrauJulie on 24. Juni 2006, 08:06 | 1 Comments (1682) | | 0 TB | bekenntnisse



23. Juni 2006

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Jetzt erinnert mich Norbert Scheuer auch noch an jemanden. Wenn ich nur wüßte an wen. Schlimm, schlimm, schlimm. Wenn das so weitergeht, weiß ich heute Abend nicht mehr, wo ich wohne.

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 16:06 | 4 Comments (1510) | | 0 TB | jenseitskontakte



Brüderchen und Schwesterchen

Ironiesignale und Uneigentlichkeit

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 16:06 | 2 Comments (1753) | | 0 TB | fragenanmich



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Habe erste Visionen.Hanno Millesi gewinnt. Wegen seiner Haare und allem.

An wen erinnert mich dieser Mensch? Zum verrückt werden.

Werden die Autoren, beim Betreten des Hauses, eigentlich auf Waffen durchsucht?
Das könnte ja noch wichtig sein.
Also sehr bald vielleicht.

"Ich weiß noch nicht, wen ich zuerst abschlachte", kann man aus den Augen eines Menschen ablesen und "ich kriege euch alle. Dreckschweine."

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 15:06 | 4 Comments (1516) | | 0 TB | jenseitskontakte



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intellektuelle väter.
fast könnte man angst bekommen.

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 12:06 | 3 Comments (1675) | | 0 TB | jenseitskontakte



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Mystifizierung von Vaterschaft. Ich glaube das ist sympathisch und lieb.

Ja, sing das Röslein.
Innerlich singe ich schon mit und wahrscheinlich bricht es gleich laut aus mir heraus.
Mir ist auch ängstlich zumute.

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 11:06 | 0 Comments (1614) | | 0 TB | jenseitskontakte



Männer in Kreißsälen

Evtl. sollte man das Konzept, Männer an einer Geburt teilhaben zu lassen, noch einmal überdenken.




#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 11:06 | 1 Comments (1638) | | 0 TB | jenseitskontakte



Mottenmännchen

Gestern, online gehen ging selbstverschuldet nicht, was man nicht im Kopf hat, war aber insgesamt auch sehr heiß.
Anreise nach Klagenfurt neben einer Dame, mit unschön verhornten Fingernägeln.

Im kuschelig, warmen Zimmer unter dem Dach, zunächst einige Motten erschlagen, was sehr heimelig ist, werden wir doch dereinst zuhause, von Kleidermotten aufgefressen werden. Kind I und Kind II sind mittlerweile überaus geschickte Mottentöter. Abends, wenn keine Filme geguckt werden, sehen wir gerne den bekloppen Mottenmännchen zu, die in die Klebefalle geflogen sind und sehr langsam sterben müssen.
Sei es darum, das Bad ist über den Flur, Schlüssel gibt es nicht.
Kein Problem, sagt die Pensionswirtin, Alter zwischen 70 und 90, die sich quälen muss, die Treppe zum Zimmer hinaufzusteigen, trotzdem aber tapfer anbietet, meine Tasche zu tragen. Schlüssel bräuchte ich nicht, da nur eine Dame mit mir auf der Etage wohnen würde. Ich bin verhalten beruhigt. Duschen und Waschen wird insgesamt überschätzt, vermute ich. Warum nicht einmal ganz oder fast ganz darauf verzichten. Wasser und Seife sparen.
Der Fernseher funktioniert tadellos.

Nachtrag: Nachts schlaflos über Fragen, die eines Tages evtl. zum Weltfrieden beitragen werden nachgedacht, dabei an einem Haken in einem Deckenbalken den Badezimmerschlüssel gefunden.

#| FrauJulie on 23. Juni 2006, 09:06 | 1 Comments (1489) | | 0 TB | fragenanmich



20. Juni 2006




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Raubtierfütterung

#| FrauJulie on 20. Juni 2006, 08:06 | 5 Comments (1637) | | 0 TB | blogging



19. Juni 2006

Glaubensfragen

Kind I möchte dereinst so werden, wir der heilige Franz von Assisi.
Ein Anfang ist gemacht.
Zum Abendessen nahm sie trockenes, graues Brot und Wasser.

Nachtrag:
Auch am Morgen und für die Schule nur Graubrot und kaltes, klares Wasser.

#| FrauJulie on 19. Juni 2006, 20:06 | 7 Comments (1611) | | 0 TB | jenseitskontakte



15. Juni 2006

beobachtungen VIII

Manchmal möchte man, im Gespräch mit einem Mitmenschen, eine kleine Knochensäge auspacken und dem Gegenüber, knapp unterhalb der Kniescheibe, ein Bein abtrennen.

#| FrauJulie on 15. Juni 2006, 20:06 | 11 Comments (1860) | | 0 TB | bekenntnisse



Feldforschung

Ich würde mir dieser Tage ja weder die Hand geben, geschweige denn eine innige Umarmung in Erwägung ziehen. Aber es gibt Menschen bar jeder Ekelgrenze. Faszinierend.

#| FrauJulie on 15. Juni 2006, 13:06 | 2 Comments (1657) | | 0 TB | fragenanmich



Sekret

Versucht mich dagegen zu wehren und so zu tun als sei nichts, was natürlich quatsch ist. Dienstag wurden sämtliche Gesichtsschädelhöhlungen von entzündlichen Keimen besetzt, unmittelbar mit Eiter geflutet und die kleinen Kerlchen versuchen nun, das letzte bisschen Hirn mittels Druck aus dem Schädel zu verdrängen. Die Partie um die Wangenknochen ist noch dicker als gewöhnlich. Einzig mögliche Schonhaltung: halb sitzend, Augen geschlossen. Dass der Kopf zu hoch gelagert ist merkt man daran, dass ständig Flüssigkeit aus der Nase läuft. Zu tiefe Lagerung ist rasch daran zu erkennen, dass mindestens ein Auge unnatürlich aus der Höhle gepresst wird. Schüttelfrost und Fieber machen bei über 30° Außentemperatur auch nicht wirklich spaß. Ab dem frühen Abend wird die Nasenatmung eingestellt, Geruchs- und Geschmackssinn funktionieren dauerhaft nicht mehr. Das einzige, was der Mann seit Tagen spricht ist: „du trinkst nicht genug.“ Ich: „Tue ich wohl!“ Der Mann: „du trinkst nicht genug.“ Ich: „Tue ich wohl!“ Der Mann: „du trinkst nicht genug.“ Ich: „Tue ich wohl!“ Der Mann: „du trinkst nicht genug.“ Ich: „Tue ich wohl!“ Der Mann: „du trinkst nicht genug.“
Das geht stundenlang, ist aber wenig hilfreich und hält mich vom Trinken ab.
*geht den Kopf halbhoch lagern*

#| FrauJulie on 15. Juni 2006, 08:06 | 8 Comments (2585) | | 0 TB | jenseitskontakte



14. Juni 2006

beobachtungen VII

der kieferorthopäde hat kinderbücher aus dem wartezimmer-programm genommen. dafür läuft nunmehr N24.

#| FrauJulie on 14. Juni 2006, 15:06 | 2 Comments (1561) | | 0 TB | fragenanmich



beobachtungen VI

in moabit haben überdurchschnittlich viele fussballfreunde mit nudistischen tendenzen unterschlupf gesucht und gefunden.

#| FrauJulie on 14. Juni 2006, 15:06 | 3 Comments (1534) | | 0 TB | draußen



12. Juni 2006

dazwischen, davor und danach

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#| FrauJulie on 12. Juni 2006, 21:06 | 7 Comments (1529) | | 0 TB | draußen



Später

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#| FrauJulie on 12. Juni 2006, 20:06 | 0 Comments (1310) | | 0 TB |



Früh

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#| FrauJulie on 12. Juni 2006, 19:06 | 6 Comments (1415) | | 0 TB | draußen



08. Juni 2006

Am Ende aller Tage

Kind I: Warst du eigentlich immer schon so dick?
Frau J.: ... wie ... dick...
Kind I: Na hier, um die Hüften...
*kneift fest ins Fett und sprintet ins Bett*
Der Mann singt im Verlauf der nächsten 24 Stunden ohne Unterbrechung: Kindermund tut Wahrheit kund.
Das Kind hingegen kniet vor seinem Bett und betet den Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi. Wer möchte da stören.

Morgen in der Frühe werden Kind I, Kind II und ich eine kleine Reise machen, wenn, ja wenn, Kind II nicht krank wird. Ich habe aus diesem Grund keine Kleidung eingepackt (tragen wir alles am Körper), sondern transportiere ausschließlich Medikamente. Sollte am Ende das Kind in der Nacht Fieber bekommen, setze ich mich im Morgengrauen selbst an der Autobahn aus.

#| FrauJulie on 08. Juni 2006, 20:06 | 0 Comments (1445) | | 0 TB | jenseitskontakte






06. Juni 2006

Schlafmittel

Rittergeschichten lassen Kind II unmittelbar einschlafen und laut schnarchen.

#| FrauJulie on 06. Juni 2006, 19:06 | 2 Comments (1574) | | 0 TB | jenseitskontakte



04. Juni 2006

es ist doch nur pfingsten

und trotzdem oder gerade deshalb scheinen hier im ghetto die nerven ganz besonders blank zu liegen.
zur freude von kind I und kind II prügeln sich erst zwei männer aus einem döner-imbiss, gefolgt von einem pärchen (mit sehr, sehr ungesundem teint), das sich sehr schlimm streiten muss , d.h. sie streitet, er ist nicht in der verfassung für widerworte (kind II: die spricht aber gar nicht lieb mit ihrem mann). es folgen zwei sympathische rentner (blockwart I und blockwart II, die wächter über parkraum, feuerwehrschranke und , die sich wegen ihrer hässlichen hunde in die haare geraten. den adipösen tieren ist es egal.

#| FrauJulie on 04. Juni 2006, 16:06 | 4 Comments (1540) | | 0 TB | draußen



02. Juni 2006

Funktionsoptimierung des Mannes, in Zeiten moderner Apparatemedizin

Vorgestern oder so, man weiß es schon gar nicht mehr... weiter ...

#| FrauJulie on 02. Juni 2006, 18:06 | 3 Comments (1933) | | 0 TB | märchen