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Wirst du es totmachen? fragte der Junge.
Da wurde der Mann plötzlich sehr freundlich zu Rudi, und er legte ihm die Hand auf die Schulter, und beide gingen über den Hof, und während sie wie zwei Freunde nebeneinander hergingen, fuhr der Mann dem Jungen einmal schnell übers Haar und sagte: Ich sag dir, wie es ist Jungchen, es hat keinen Zweck die ein Märchen zu erzählen: das Pferd muss sterben. Einmal würde es ja doch sterben, aber damit es noch zu etwas nützlich ist, mache ich es tot. Das ist nun einmal so. Es kommt bestimmt in den Pferdehimmel, da kannst du ganz sicher sein.
Sie setzten sich beide auf die Holztreppe vor dem Gehöft, und nachdem sie eine Weile still zusammengesessen hatte, fragte Rudi: Und warum musst du meinem Vater den linken Vorderfuß bringen? Damit dein Vater sieht, dass das Pferd auch wirklich tot ist, sagte der Mann. Das muss ja auch sein, sonst könnte ich das Pferd vielleicht weiterverkaufen, dann müsste es auf seine alten Jahre noch arbeiten. Aber das soll es ja nicht mehr, es hat lange genug gearbeitet, meinst du nicht? Und wenn ich deinem Vater den Vorderfuß bringe, weiß er, dass das Pferd tot ist. Das mache ich immer so.
Hast du schon viele Pferde tot gemacht, fragte Rudi erschrocken und rückte etwas von dem Mann ab. Natürlich Jungchen, ich lebe davon, dass ich dem Pferdegott ein wenig zuvorkomme, nicht viel, weißt du, ein paar Monate oder so.
Dorschleber in Öl
Nasenspülsalz

An dieser Stelle sehr gerne ein Hinweis in eigener Sache: sollte ihnen Mitternacht zu spät sein, machen sie sich keine Sorgen! Geschenke werde von mir auch gerne früher entgegen genommen.
Kind I und Kind II auf Krawall gebürstet, die Mutter mäßiger Laune, bisschen müde, ein wenig mit anderem beschäftigt und leidlich zornig, da der erste Bus wegen Bummelns von Kind II gerade mal so verpasst wurde. 20 Minuten warten. Die Sonne scheint. Kind II hasst Sonnenschein. Kind I hat nichts mehr zu trinken und droht an der Haltstelle spontan zu versterben. Kind II flucht leise vor sich hin. Ihre Kleidung ist mit Wasserfarben ruiniert und die Vesperstulle war auch mal wieder nicht gut. An beidem ist die Mutter schuld.
Der Bus kommt. Kind I und Kind II schubsen sich durch die obere Etage, streiten um einen Platz. Frau J. mahnt zu Ruhe. Alle schweigen mit verkniffenen Lippen und leichten Falten um die Augen. Der Bus geht kaputt. Wir warten noch einmal zwanzig Minuten. Frau J. unterbindet aus Sicherheitsgründen jegliche Form der Kommunikation und körperlichen Annäherung zwischen Kind I und Kind II.
Der Mann hat vorgekocht. Tomatensoße mit Stückchen und Zwiebeln. Kind II isst Nudeln ohne alles und flucht leise vor sich hin. Rechnet halblaut jedes Schokoladenei auf, dass der Mann dem Kind aus dem Osternest gestohlen hat. Der Mann hat mit schlimmen Repressalien zu rechnen.
Vielleicht sollte man ihn warnen.
Gefühltes Alter nun auch physiologisch erreicht. Beim Versuch, einen Schlafanzug für Kind II möglichst lässig aus der Kommodenschublade zu holen, die Lendenwirbelsäule nachhaltig zerstört. Selbstverständlich sind keine Wärmepflaster im Haus vorrätig.
Während des Abendessens, Teile einer Brezel zwischen die Backenzähne gerammt. Die Entfernung mittels Zahnstocher und –seide genutzt um ein Gemetzel anzurichten. Kind I und Kind II nahmen am Blutspucken mitleidig, aber nicht uninteressiert, Anteil.
Krieche nun mit einer Wärmflasche (vermutlich werde ich mich beim Einfüllen mit kochendem Wasser verbrühen) vor den Fernseher. Soll der Mann mich doch ins Bett tragen. Oder auch nicht. Egal
Beim abendlichen Vorlesen. Kind II besteht darauf, dass ich mich zu ihr ins Bett setze. Schlangengleich winde ich mich neben sie.
Kind II: Rück doch mal. Rück doch mal bitte. Geh weg da. Ich habe keinen Platz. Bist du aber dick ... naja.
Verbiete ihr umgehend den neurodermitis-schrundigen Hals zu kratzen.
Es gibt ja glückliche Umstände. Zum Beispiel den, dass ich mir heute Mittag die letzte Folge von Maischberger aufgezeichnet habe. Und nun, vom fröhlichen Piepen vermutlich vergrippter Vögel begleitet, ansehen durfte.
Aufgrund starker geistiger Inkontinenz wusste ich nie wie das so ist, mit Familie und so. Da wurschtelt man Tag für Tag laienhaft vor sich hin, ohne Plan, wo sollte der auch herkommen. Habe sehr viel für mich mitgenommen und werde wohl noch einige Tage brauchen, bis ich alles in meinem Herzen verwahren kann. Frauen, die Kinder haben, haben keine Zeit für Schmerz und Kummer, weil sie sich, um das Wohl und Wehe der Kinder kümmern müssen. Richtig. Und eines schönen Tages wird sich das bezahlt machen. Dann wird nämlich abgerechnet. Weil dann die Kinder sich um ihre lieben Eltern (also ganz speziell um mich), die sich für sie aufgeopfert haben und weder Mühsal noch Entbehrungen gescheut haben werden, kümmern. Also Rollstuhl, Zähne raus und rein, Körperpflege, alle drei Stunden neu lagern, und wenn sie Glück haben werde ich nur leise vor mich hinröcheln und dann und wann ein wenig sabbern. Die Verbindung von Mann und Frau ist ja per se etwas ungemein Prachtvolles. Man heiratet, gründet eine Familie, bekommt Kinder, alles ganz selbstverständlich. Und die Kinder haben sich in der Familie in die sie hineingeboren werden auch geborgen zu fühlen. Was auch sonst. Die Frage wie viele kindliche Verformungen in dieser Sekunde im Namen der Erziehung auf der Welt stattfinden, verbietet sich im Grunde von selbst.
Könnte mal kurz jemand den Schaum vor meinem Mund entfernen? Danke. Mein Pfleger meint gerade, es wäre jetzt Zeit für meine Medikamente, außerdem wird er wohl intubieren und mich bis auf weiteres in ein künstliches Koma versetzen.
Ein einig Volk von Ärschen, das kann nicht wirklich überraschen und während Teile der befreundeten Verwandschaft mit ihrem Weltmeister '74 Shirt in kürze nach Großbritanien reisen werden, schließe ich mich Bronte an.
Aus aktuellem Anlass begonnen Kopfbedeckungen zu testen. Man will ja vorbereitet sein.
Der Deutschland-Irokese war leider noch verpackt und die Verkäuferin wenig friedlich gestimmt. Fortsetzung des Selbstversuches musste aufgrund widriger Testbedingungen abgebrochen und bis auf weiteres verschoben werden.
Tag auf der Autobahn verbracht.
Hasse es, Tage auf der Autobahn zu verbringen.
Überdurchschnittlich viele Volkswagen gezählt.
Bewachung.
Von meiner Gastgeberin persönlich für mich abgestellt.
Danke.
was mich für münchen immer wieder einnimmt, ist das verhalten der menschen auf rolltreppen. der steher schiebt sich sich äußerst disziplinniert ganz nach rechts. wird gleichsam eins mit dem geländer der rolltreppe. recht so. man merkt fast nicht, dass er da ist. auch der steher mit kinderwagen verschwindet praktisch von dieser gehhilfe direkt ins nichts.
im yoga-pilates mit fräulein c., die sich geschmeidig wie eine katze bewegt und auch einen erheblich besseren körperfettindex hat als ich, mich redlich gemüht, dabei eine mäßig gute figur zu machen. beim versuch eins mit der yoga-matte zu werden gescheitert, dafür laut bei krishna das mitgesungen, zu irgendwas muss man ja zu gebrauchen sein.
im nage und sauge mit herrn hebig , wenn auch nur von ferne, mitgelitten.
morgen ist ein neuer tag. und, man weiß es nicht, vielleicht geht die sonne auf.
Zunächst einmal eine Körperfettanalyse, dann dem Schnee beim Fallen zusehen und darüber nachdenken was man heute alles nicht ißt.
Grüß Gott aus dem Winterwunderland.
Der Wahnsinn.

Man könnte jetzt bei Bayern3 anrufen und Fragen an Alois Gillitzer stellen.
Der Deckel der Bratpfanne passt gar nicht auf die Bratpfanne.
Zeit in dich zu gehen, heute in der Frühe gedacht. Nix schönes gefunden. Beschlossen bis auf weiteres im Bett liegen zu bleiben und den Spinnweben beim hin und her Wehen zuzusehen und bei dem, was Spinnweben eben so machen.
Dann mit Kind I rosa Glitzerturnschuhe gekauft. Im Anschluss in der Kirche eingekehrt und ein bisschen gebetet. Wenigstens einen Menschen heute kurzzeitig glücklich gemacht.
Zuhause dafür umgehend zwei Männer sehr unglücklich gemacht. Die Annahme einer defekten Spülmaschine verweigert (man wollte den Kundendienst schicken). Das hieß für die Herren einmal neues Gerät in den vierten Stock hinauftragen, einmal neues Gerät wieder runter tragen und das Alt-Gerät mitnehmen, da kann man als Mitbürger mit mittelschwerem bis stark ausgeprägtem Alkoholleiden schon einmal versucht sein, Lunge zu kotzen. Darum gebeten, das nicht innerhalb des Hauses zu tun.
Dann wieder in mich gegangen, Ergebnis noch trauriger als am Morgen. Spinnweben hatte Gott sei Dank keiner entfernt.
ich sage einmal so, jetzt ist mir gerade vom parfümgeruch der dame vor mir im bus schlecht geworden. und zwar so sehr, dass ich früher aussteigen musste, weil ich sorge hatte, ihr in den nacken zu brechen, mageninhalt und auch den rest meines körpers.
die schlechte stimmung ist mittlerweile raumgreifend. und entbehrt bei teilen der kleinen familie nicht einer gewissen zerstörungswut. macht kaputt, was euch kaputt macht. nur wo soll man da anfangen und wo aufhören?
mittlerweile geschafft, dass kind I und kind II auch schlechte laune haben. jetzt können wir uns streiten. manchmal weint auch eine von uns. kind II formt mit den lippen lautlose fluchwörter.
erst von müdigkeit, dann von schlechter laune befallen und die spülmaschine, dieses scheißgerät, funktioniert auch wieder nicht. den mann regt das so sehr auf, dass er den raum verlassen muss, während ich spüle.