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Samstag, 04. April 2009

sich selbst genügen

obwohl doch mittlerweile routiniert im nicht schlafen, vor allem im nichtdurchschlafen, überrasche ich mich doch jede nacht aufs neue mit einem ersten aufwachen ein bis zwei stunden nach dem einschlafen. gerade vergangene nacht zog sich doch über die maßen in die länge. gut, dass jetzt wieder aufgestanden werden darf. tagesplanung wurde zwischen zwei und vier mehrmals verworfen und neu durchdacht. jetzt zu müde um noch entscheidungen treffen zu können.

# | FrauJulie am 04.04.2009 | 2 Comments (1303)  | 0 TB | bericht zur lage

Donnerstag, 02. April 2009

tierkinder

kind II und freundin unterhalten sich beim mittagessen über das kopulationsverhalten von katzen und die tatsache, dass eben jene freundin ein katzenkind bekommen wird, das derzeit aber noch nicht einmal gezeugt worden ist. lockangebote butterkuchen zu backen werden wohlwollend aufgenommen, führen aber nicht zu einem themenwechsel. die folgenden freizeitaktivitäten schwanken zwischen einrad fahren (17 minuten), seilspringen (3 minuten), tischtennis spielen (11 minuten) und inline-skaten 58 minuten).

kind I indessen kann auch der sonnenschein nicht aufheitern. wüst fluchend betritt sie das teppenhaus. scherze beim gemeinsamen kürzen von brüchen tragen nicht zur erheiterung bei und das wiederholen aller englisch vokabeln muss temporär in getrennten räumen stattfinden. aktuell finden wir uns in der phase "heulen und fluchen", es werden folgen: einfach nur heulen, heulen und hass, heulen und verzweiflung, erschöpfung bei allen beteiligten und abbruch des ganzen.

fast entsteht in solchen momenten eine gewisse vorfreude auf das aufstehen morgen früh um kurz nach vier.

# | FrauJulie am 02.04.2009 | 0 Comments (887)  | 0 TB | devotion

Mittwoch, 01. April 2009

geheimwissen

kind II beginnt den tag mit den worten: "ich interessiere mich ja gerade sehr für insekten und maden." es folgt ein längerer vortrag über ansteckungsrisiken bei wurmbefall. meine aufnahmefähigkeit ist um kurz nach sechs leicht eingeschränkt. das macht aber nichts.
kind I hat dagegen nur ein anliegen: der erwerb von neuen schuhen. in lila. relativ lila. soviel ist klar, wenn der kauf nicht gelingt, trägt eine die verantwortung und kind I und kind II werden es sicher nicht sein. da die mission in einem relativ schlanken zeitfenster erfüllt werden muss ist das ziel für den heutigen vormittag, saubere vorabrecherche zu betreiben.
besuch der republica muss daher bis auf weiteres vertagt werden.

# | FrauJulie am 01.04.2009 | 1 Comments (956)  | 0 TB | aphten und rhagaden

Dienstag, 03. Februar 2009

natürliche feinde

kind II, keine freundin von formalitäten, brüllt grußlos ins telefon, dass ich sehr laut mit ihr sprechen müsse, weil sie sehr schlecht hören würde. ich brülle zurück, dass meine ohren derzeit noch ganz gut funktionieren würden. kind I hält mit und möchte, aus dem hintergrund, am heutigen abend noch die fortpflanzung von fischen mit mir diskutieren. nachdem wir miteinander geteilt haben, dass ich von nichts eine ahnung habe, rufen wir uns noch eine gute nacht zu.

nach dem packen wird das ganze ausmaß des staubbefalles sichtbar. das laminat und ich kämpfen einen harten kampf. laminat gewinnt. als ob packen nicht schon schlimm genug wäre.

# | FrauJulie am 03.02.2009 | 3 Comments (1261)  | 0 TB | aphten und rhagaden

Mittwoch, 28. Januar 2009

entdeckung von irgendwas

die langsamkeit des internets in meiner kleinen klause in essen ist überraschend und sekündlich zunehmend. während des ladens einer seite können ganze biografien geschrieben und mehrere maschinen wäsche gewaschen werden. insbesondere letzteres hat vorteile, die gerade noch nicht richtig eingeordnet werden können.
da im fernen berlin ein zerstörtes auto seiner vermutlich letzten bestimmung entgegen sieht, wäre es günstig gewesen, wenn der lotto-jackpott heute mir zugefallen wäre. ausserdem wären kollegin a. und ich ab morgen für unbestimmte zeit auf eine längere reise aufgebrochen.

# | FrauJulie am 28.01.2009 | 1 Comments (1158)  | 0 TB | devotion

Dienstag, 13. Januar 2009

vertrauen ist gut

finanzgespräch mit dem mitbewohner. dauer des termins bisher 2.00 h.
ende offen.
stimmung könnte kaum besser sein.
der mitbewohner rechnet.
werde alles nachrechnen müssen.

# | FrauJulie am 13.01.2009 | 2 Comments (1343)  | 0 TB | devotion

Donnerstag, 01. Januar 2009

.

wenn jahre enden und das tun sie, relativ betrachtet in der summe doch recht häufig, stellt sich die frage was man da so machen glücklicherweise in einigen fällen nicht. ich verbrachte also den abend schleimproduzierend und unproduktiv hustend im bett, sah den einen oder anderen film und nahm einige liter wasser zu mir.

den tag danach durfte gearbeitet werden, was ein gutes ist. während dessen wusch sich die wäsche und der zentrierte kopfschmerz nah interessante formen an.

die freie zeit kann nun zum nachdenken über dies und das genutzt werden.

wie so oft uns allen glück und segen und von allem reichlich.

# | FrauJulie am 01.01.2009 | 0 Comments (1186)  | 0 TB | emotion, primär

Freitag, 19. Dezember 2008

kurzfristig

kurz nach elf uhr am vormittag festgestellt, dass der kinderausweis von kind I seine gültigkeit im sommer eingestellt hat. mehrfach am callcenter des bezirksamtes gescheitert. zum rathaus gesprintet. verlängerung leider ausgeschlossen, aber ich könne noch bis 13.00 uhr (wir hatten kurz vor 12.00 uhr) mit dem kind und biomnetrischen passbildern... dann könne ich den neuen reisepass auch gleich mitnehmen.

schwierig. kind I irgendwo zwischen schule und wohnung, der mitbewohner aufgrund neu entdeckter technologiefeindlichkeit nicht zu erreichen. vom rathaus zurück wohnung. laufschritt. auf dem spiel steht ein unbegleitet rückflug am 02. januar.

stimmung so lala, kleidung durchgeschwitzt. auf mein klingeln reagiert man nicht. ins vierte obergeschoss gerannt, kind I unmittelbar in jacke und mütze gesteckt. ein gebet gesprochen, der optiker, der auch passbilder anfertigt, möge nicht in der mittagspause sein. gebet wurde erhört.

12.23 h mit vier formschönen passbildern (kind I ohne brille) weiter zum rathaus gesprintet. nummer gezogen, 39 fröhliche menschen vor uns. kind I die brille abgenommen, um sinnlose diskussionen über nicht entspiegelte brillen gläser und die unmöglichkeit eines ordentlichen passbildes mit brille zu vermeiden.
13.30 uhr, wir sind im besitz eines neuen reisepasse. bin erschöpft. kind I trink mehrere liter limonade.

reisetaschen sind gepackt. evtl. wird uns um 07.00 am frühen samstag ein taxi abholen. kind II packt illegale unterhaltungsprodukte in den rucksack. da die devise so wenig wie möglich lautet, wird kontrolliert und wieder ausgepackt. kind II ist mäßiger laune, kind I flucht und heult. stimmung erreicht mehrerer höhepunkte. mitbewohner reinigt die wohnung, trotz technologiefeindlichkeit mit einem staubsauer.

im hintergrund singt sehr traurig sigur rós.

mit relativer sicherheit werde ich etwas entscheidendes vergessen. die frage ist was. ich käme genau jetzt gerne darauf.

# | FrauJulie am 19.12.2008 | 3 Comments (1238)  | 0 TB | bericht zur lage

Sonntag, 07. Dezember 2008

freude am lernen

kind I würde sicher kein wort über die freude am lernen verlieren. die aktuelle übung heißt diktat, englisch wird folgen. ich würde in diesem zusammenhang von hass und sanftem angekotzt sein sprechen. die dämlichkeit der situation raubt sowohl ihr als auch mir den letzten nerv.

kind II hat sich aus gründen ins badezimmer zurückgezogen. sicher nicht, um sich die zähne zu putzen. auch das ein quell täglicher und steter freude.

kind I kündigt an, mich nicht bei der entfernung eines abc-pflasters unterstützen zu wollen. insgesamt ist das in beiderseitigem interesse.

# | FrauJulie am 07.12.2008 | 0 Comments (1260)  | 0 TB | bericht zur lage

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